pädagogische Aspekte

Jeder Schullandheimaufenthalt erbringt mannigfache Impulse für die personale und soziale Entwicklung der einzelnen Schüler. Dem Lehrer bietet sich dort die Möglichkeit, seine Schüler einmal außerhalb von Schule und Unterricht zu erleben. Er wird häufig einen völlig anderen Eindruck von ihnen bekommen: Schüler zeigen im Schullandheim neue, bisher verborgene Verhaltensweisen, die in der Schule überhaupt nicht erkennbar waren. Besonders im Rahmen eines Schullandheimaufenthaltes, wo es auf gegenseitiges Rücksichtnehmen, auf Hilfsbereitschaft, Ideenreichtum und Unternehmungsgeist ankommt, wo man aber auch einmal seine eigenen Wünsche zurückstellen muss, werden Lernerfolge sichtbar.

Für die Durchführung von Vorhaben und Planung stehen der Gruppe normalerweise 3 Zeitabschnitte pro Tag zur Verfügung: Vormittag, Nachmittag und Abend. Auf diese 3 Zeitabschnitte sollten drei Unterrichtsvorhaben, Schullandheimbezogener Unterricht, sonstige gemeinsame Unternehmungen und freie Zeit zugeschnitten werden.

Unterrichtsvorhaben / schullandheimbezogener Unterricht:

Für den Unterricht im Schullandheim lassen sich folgende Formen unterscheiden:

Als Unterrichtsformen eignen sich im Schullandheim besonders das natürliche Lernen, der situativ bedingte Unterricht und Projektarbeit. Aufgrund der besonderen pädagogischen Situation im Schullandheim bietet ein Aufenthalt vielfältige Möglichkeiten und Bedingungen, Unterrichtsprojekte zu initiieren, zu planen und durchzuführen. Ohne Zeitdruck und ohne "Gongschlag" können die gesammelten Erfahrungen zusammengefasst, geordnet, verglichen, kritisiert und zu anderen Erfahrungen in Beziehung gesetzt werden, damit so die Bedeutung dessen erkannt werden kann, was man "getan" oder "erfahren" hat. Hierbei sollten gemeinsame Unternehmungen fester Bestandteil eines jeden Aufenthaltes sein. Dabei ist sowohl an Wanderungen, Geländespiele, Spiele auf dem Heimgelände, als auch andere gemeinsame Vorhaben im Heim gedacht.